31.03.2026

DPI-Direktorin Fellhofer im Standard-Interview: Spaltungen und die Folgen des Iran-Krieges

DPI-Direktorin Fellhofer im Standard-Interview
Screenshot: Der Standard

Die Debatte der letzten Jahre um den Politischen Islam zeigt, dass das Thema aufgrund seines Bezugs zu Religion und Identität besonders emotional und konfliktgeladen ist. In einem aktuellen Interview mit der Tageszeitung Der Standard sprach Lisa Fellhofer, Direktorin der Dokumentationsstelle Politischer Islam (DPI), darüber sowie über aktuelle Themen wie den anhaltenden Krieg im Iran und dessen Auswirkungen auf Europa. Im Gespräch mit Redakteur Fabian Schmid erklärte sie, dass innerhalb der iranischen Community in Österreich eine Spaltung entlang ideologischer Linien zu beobachten sei, die zuletzt auch in physischer Gewalt gipfelte.

Ein weiteres Thema war der zunehmende Einfluss islamistischer Influencer, die vor allem seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 eine hohe Reichweite erzielen. Sie nutzen geschickt politische Konflikte und gesellschaftliche Fragen, um ihre religiös-extremistische Ideologie zu verbreiten. Ein Social-Media-Verbot für Minderjährige könnte laut DPI-Direktorin Fellhofer helfen, diese Herausforderung besser zu meistern, da mit den Plattformen bislang keine wirkungsvolle Lösung gefunden wurde. Sie betonte im Interview zudem, dass es grundsätzlich ein Ziel sein sollte, die Stärken der liberalen Demokratie wieder mehr ins Bewusstsein zu rufen.

Das gesamte Interview gibt es hier: "Gipfelte in Schlägerei": Iran-Krieg auch in Wien spürbar, warnt Chefin von Dokustelle

Weitere Artikel