Ende Mai und Anfang Juni war die Direktorin der Dokumentationsstelle Politischer Islam (DPI), Lisa Fellhofer, bei mehreren öffentlichen Veranstaltungen und Medienformaten zu Gast. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen im Bereich des Politischen Islam, Fragen der Prävention sowie Entwicklungen im europäischen Kontext.
Am 29. Mai sprach Lisa Fellhofer im Podcast „Was wichtig ist“ der Tageszeitung Die Presse über aktuelle Debatten rund um Integration, Islamismus und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ausgangspunkt des Gesprächs waren mehrere kürzlich veröffentlichte Studien und Erhebungen, die Fragen zu religiösen Entwicklungen unter Jugendlichen in Wien, Integrationsprozessen sowie problematischen Phänomenen wie Zwangsverheiratungen aufwarfen.
Im Gespräch betonte Fellhofer die Notwendigkeit einer klaren Unterscheidung zwischen dem Islam als Religion und islamistischen beziehungsweise extremistischen Ideologien. Darüber hinaus sprach sie über aktuelle Herausforderungen im Bildungsbereich, die Bedeutung von Präventionsarbeit sowie die Auswirkungen internationaler Konflikte auf das gesellschaftliche Zusammenleben in Österreich. Ein zentrales Anliegen müsse es sein, demokratische Werte zu stärken und extremistischen Tendenzen frühzeitig entgegenzuwirken.
Am 2. Juni nahmen Lisa Fellhofer und eine Fachreferentin der DPI am Multiplikatoren-Seminar „Religiös motivierter Extremismus: Strömungen und Trends“ des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in Graz teil. Die Veranstaltung richtete sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bildung, Verwaltung, Sicherheitsbereich und Zivilgesellschaft, die in ihren jeweiligen Tätigkeitsfeldern eine wichtige Rolle in der Wissensvermittlung und Präventionsarbeit einnehmen.
Im Rahmen des Seminars wurden aktuelle Entwicklungen und neue Radikalisierungsdynamiken diskutiert. Ziel der Veranstaltung war es, Präventionskompetenzen zu stärken, aktuelle Herausforderungen im Bereich religiös motivierten Extremismus zu beleuchten und den Austausch zwischen relevanten Akteurinnen und Akteuren zu fördern.
Am 3. Juni war DPI-Direktorin Fellhofer zu Gast in der Ö1-Sendung „Punkt Eins“ zum Thema „Die Hisbollah als Hydra“. Gemeinsam mit dem Islamwissenschaftler Simon Wolfgang Fuchs von der Hebräischen Universität Jerusalem sprach sie mit Moderator Xaver Forthuber über die aktuelle Situation der Hisbollah im Libanon sowie über deren internationale Netzwerke, die bis nach Europa reichen.
Während Fuchs die Entwicklungen im Nahen Osten und die Rolle der Hisbollah im regionalen Konflikt einordnete, beleuchtete Fellhofer die Aktivitäten der Hisbollah-Netzwerke in Europa und Österreich. Dabei ging sie auch auf die aktuelle Studie der Dokumentationsstelle zu Finanzierungs- und Unterstützungsstrukturen der Hisbollah ein und erläuterte die Herausforderungen für Prävention und Sicherheitspolitik.