11.03.2026

DPI-Direktorin Lisa Fellhofer in ORF III Aktuell zu neuen Entwicklungen

Screenshot mit Lisa Fellhofer in ORF III Aktuell
Screenshot: ORF.at

In der Ausgabe von „ORF III Aktuell“ sprach Redakteur Philipp Maiwald mit Lisa Fellhofer, der Direktorin der Dokumentationsstelle Politischer Islam (DPI), über neue Entwicklungen im Bereich des religiösen Extremismus. Im Fokus standen die jüngsten Ausschreitungen rund um die Trauerfeierlichkeiten für Irans obersten Führer Ali Chamenei. Vor dem Islamischen Zentrum Imam Ali Zentrum (IZIA) in Wien-Floridsdorf kam es zu Zusammenstößen zwischen Regimebefürwortern und -gegnern. Lisa Fellhofer betonte, dass das Zentrum als mögliches Soft-Power-Instrument des iranischen Regimes gesehen werden kann. Gleichzeitig verwies sie sie bei diesem „hochsensiblen Thema“ darauf, dass Wien ein bedeutender diplomatischer Schauplatz ist und in der Vergangenheit etwa auch Gastgeber von Atomgesprächen mit dem Iran war. Konflikte im Ausland wirken sich zunehmend direkt auf Communities in Österreich aus. Besonders problematisch sind Mobilisierungsstrategien, die auf Freund-Feind-Narrativen und populistischen Zuspitzungen beruhen, wie sie auch in der letzten DPI-Publikation thematisiert wurden. Solche Methoden werden laut Lisa Fellhofer auch von „selbsternannten Vertretern der muslimischen Identität“ eingesetzt – ähnlich wie bekannte Muster aus dem Rechts- und Linksextremismus. Das gefährdet nicht nur die innermuslimische Vielfalt, sondern kann auch die gesellschaftliche Polarisierung verstärken. Auch zur Prävention äußerte sich die DPI-Direktorin: Politische Maßnahmen wie ein diskutiertes Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige können zwar unterstützenend wirken, jedoch fand die Radikalisierung von Jugendlichen bereits lange vor sozialen Netzwerken statt.

Das gesamte ORF-Interview gibt es hier: Fellhofer (DPI): "Als Softpower-Instrument genutzt" 

DPI-Publikation zum islamistischen Populismus: Was ist populistisch am politischen Islam?

 

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