Der Salzburger Landtag beschäftigte sich im Rahmen einer Enquete mit dem neuen Integrationsleitbild des Landes Salzburg. Auch Lisa Fellhofer, Direktorin der Dokumentationsstelle Politischer Islam (DPI), war als Vortragende eingeladen. Sie referierte zum Thema „Integrationspolitischer Handlungsbedarf im Hinblick auf den Politischen Islam“. Zu Beginn der Enquete erläuterte der Soziologe und Integrationsexperte Kenan Güngör, der maßgeblich an der Erstellung des Leitbildes beteiligt war, den Abgeordneten die zentralen Inhalte des Grundsatzpapiers aus wissenschaftlicher Sicht.
Das Thema wurde aus unterschiedlichen integrationspolitischen Herausforderungen beleuchtet. Franz Wolf, Direktor des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), sprach über die Sprach- und Wertebildung im Integrationsprozess. Franz Neumayer referierte in Vertretung des Leiters des Integrationsreferats, Wolfgang Schmidbauer, zur Funktion und zum Nutzen eines Integrationsleitbildes aus Sicht der Verwaltung. Elie Rosen, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, widmete sich dem Thema „Antisemitismus als integrationspolitische Herausforderung“, während Markus Krieger vom Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) zur Präventionsarbeit an der Schnittstelle von Jugend und Integration sprach.
Zudem sprachen Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf und die für Integration zuständige Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek über die Bedeutung den Handlungsauftrag zum Thema Integration. Das Integrationsleitbild wurde im Anschluss im Ausschuss des Salzburger Landtages weiter debattiert und beschlossen. Zur Beschlussfassung vorgelegt.